In aller Kürze ...
Natürliche Ressourcen werden knapper, der Klimawandel nimmt bedrohliche Formen an. Es ist (nicht nur, aber vor allem auch) in Baden Württemberg höchste Zeit für eine neue, vernünftige, saubere Umweltpolitik. Dazu gehört für uns zuallererst der konsequente Umbau der Energiewirtschaft. Und das heißt: 1. ein endgültiges Nein zur Atomkraft mit seinen unkalkulierbaren Risiken und der extrem problematischen Atommüllentsorgung. 2. ein bedingungsloses Ja zum Ausbau erneuerbarer Energien wie Wind- und Solarenergie, Wasserkraft, Erdwärme und Biomasse. Dazu gehört auch, sich ehrgeizige, aber realisierbare Ziele zu setzen: zum Beispiel die Halbierung der CO2-Emissionen bis 2020.
Oder ganz ausführlich ...
Atomkraft aus, erneuerbare Energien an
Kernenergie und fossile Kraftstoffe haben keine Zukunft. Die Kernenergie ist störanfällig und hat ein vielleicht gar nicht lösbares Problem: das der Atommüllentsorgung. Fossile Kraftstoffe wie Öl, Kohle und Gas schädigen das Klima in unverantwortlicher Weise. Höchste Zeit also für eine Wende hin zu Wind- und Solarenergie sowie zur Erzeugung und Nutzung von Biomasse.
Wir werden deshalb z.B. der im Land noch völlig unterentwickelten Windenergie zum Durchbruch verhelfen. Denn: Schon die Errichtung der Anzahl von Windkraftanlagen, die heute bereits in Nordrhein- Westfalen stehen, bringt bis 2020 eine Leistung von ca. 4.500 Megawatt. Und das bedeutet gegenüber fossilen Energien: eine Einsparung von 6 Mio. Tonnen CO2.
CO2-Emmissionen halbieren
Es klingt ehrgeizig, ist aber ein realistisches Ziel: die CO2-Emissionen bis 2020 auf 39 Mio. Tonnen zu senken. Und damit gegenüber 1990 zu halbieren. Wie genau ist das zu schaffen? Außer durch den Ausbau der Windkraft z.B. auch durch Investitionen in Photovoltaikanlagen, durch intelligente Gebäudesanierungen sowie durch die konsequente Nutzung von Biomasse. Auch hier einige überzeugende, ermutigende Zahlen: Mit der Errichtung von 1.200 Biogasanlagen von jeweils 1 Megawatt elektrischer Leistung lassen sich bis 2020 jährlich 9,6 Mrd. kWh Strom erzeugen. Das allein macht ein ganzes Atomkraftwerk überflüssig.
Wichtig im Sinne einer neuen, sauberen Umweltpolitik ist auch die intelligentere Nutzung der schon vorhandenen Energie. Allein über die stärkere Angleichung des Stromverbrauchs ans Angebot, über effizientere Haushaltsgeräte und ähnliche Maßnahmen lassen sich mindestens 10% des Haushaltstromverbrauches einsparen.
Schließlich gilt: Der Straßenverkehr ist die größte CO2-Schleuder. Immer noch gehen allein 21,8 Mio. Tonnen und damit knapp 30% aller CO2-Emissionen im Land auf seine Kosten. Zwar haben ökologische Steuerreform, der Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs und öko-optimierte Fahrzeugtechnik den Spritverbrauch seit 1999 reduziert. Aber nötig ist noch viel mehr.
Unbedingt angebracht sind z.B. ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen und eine Obergrenze beim Benzinverbrauch. Das sind Maßnahmen, die den Spritverbrauch massiv und nachhaltig senken.
Mehr echte Naturschutzgebiete
Baden-Württemberg ist ein Naturwunderland, keine Frage. Allerdings ist etwa die Hälfte aller hier vorkommenden Pflanzen- und Tierarten gefährdet. Was wir deshalb vorhaben, ist: die Unabhängigkeit der Naturschutzbehörden wieder deutlich zu stärken. Mehr schutzwürdige Flächen im Land zu Naturschutz- und Biosphärengebieten zu machen. Einen Entwicklungs-Nationalpark im Schwarzwald zu schaffen.
Das alles im Sinne eines wirksamen Engagements für die Artenvielfalt und eines erweiterten Umweltbewusstseins. Denn eins ist klar: Naturschutz stärkt auch die ökonomische Entwicklung, insbesondere die gesunde Landwirtschaft und den ökologisch korrekten Tourismus.
Echter Naturschutz schützt also immer auch unser Land.
TEAM SCHMID mit Ernst Ulrich von Weizsäcker
Der Spitzenkandidat der SPD Baden-Württemberg, Nils Schmid, hat Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker für den Bereich „Umwelt“ in sein Regierungsteam
berufen. Weizsäcker ist ausgewiesener Experte in diesem Feld: sowohl als Präsident des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt und Energie, als auch als Vorsitzender des Umweltschausses des Deutschen Bundestages, bewieß er Komepetenz. Das Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften ist seit drei Jahren freiberuflich tätig.
Nils Schmid zum Thema
"Baden-Württemberg ist Schlusslicht bei den erneuerbaren Energien. Als Ministerpräsident werde ich Baden-Württemberg voranbringen. Ohne Atomkraft, dafür mit erneuerbaren Energien. Dafür werden wir auch die EnBW Schritt für Schritt vom Atom-zum Sonnenkonzern umbauen."